Geschichte

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Die Kartoffelpflanze selbst stammt ursprünglich aus Südamerika, wo die Inka die Kartoffel vor der Entdeckung durch die europäischen Kolonisten schon seit Jahrhunderten in den Anden anbauten und sich davon ernährten. Man schätzt das Alter dieser Pflanzenart auf ca. 13.000 Jahre.

Erst Mitte des 16. Jahrhunderts brachten spanische Seefahrer einige Kartoffelknollen über den Atlantik nach Europa. Die Kartoffel wurde anfangs wegen Ihrer schönen Blüten als Zierpflanze in Parkanlagen und botanischen Gärten angebaut.

Es dauerte jedoch knapp 100 Jahre, bis die Knolle in ganz Europa als vollwertiges Nahrungsmittel akzeptiert wurde.

In Deutschland begann der Anbau von Speisekartoffeln im Jahre 1747 südlich von Braunlage im Oberharz. Den wirklich ersten großflächigen Anbau der Kartoffel in Preußen unterstütze der Preußische König Friedrich der Große. Da er trotz aller Förderung den Kartoffelanbau nicht befriedigend ausweiten konnte erließ er im Jahre 1756 den sogenannten Berühmten Kartoffelbefehl im ganzen Land, welcher der Kartoffel hierzulande letztendlich zum Durchbruch verhalf.

Ab 1780 kann also von einer weiten Verbreitung der Kartoffel in Deutschland gesprochen werden. Die wertvollen Inhaltsstoffe und vielfältige Zubereitungsarten ermöglichten dem Volk eine gesunde und Vollwertige Ernährung. Da dies auf der einen Seite dem Bevölkerungs-Wachstum zu Gute kam, brachte dies aber auch bei großen Missernten die Hungersnot. Als dann Anfang des 19. Jahrhunderts einige Kartoffelkrankheiten aus Amerika eingeschleppt wurden führte dies zu massiven und unzähligen Missernten der hier hierorts verbreiteten Kartoffelmonokulturen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Kartoffel dann die gesamte Landwirtschaft Deutschlands und vieler anderer europäischen Länder zu prägen. Gerade in den Nachkriegsjahren war Sie so wichtig, dass sogar teilweise in öffentlichen Grünanlagen anstatt Blumen Kartoffeln angebaut wurden.